Willkommen in der Welt von Raspberry PI, dem unterhaltsamen, kleinen Computer, perfekt für Spiele, Filme, Entwicklungs- und Prototyping Projekte. Entdecke die zahlreichen und fast unbegrenzten Möglichkeiten, die ein Raspberry Pi bietet.

Was wir brauchen

Wir brauchen einige Komponenten für diesen Teil der Einführung. Aber keine Angst, die Komponenten sind weder teuer noch schwer zu besorgen:

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1 x           Raspberry PI Modell A or Modell B
1 x           Stromversorgung 5Volt
1 x           SD Karte (4GB Minimum)
1 x           SD Kartenleser
1 x           Tastatur and Maus
1 x           HDMI Kabel

Einen Raspberry PI kaufen

Schritt 1: Einen Raspberry Pi besorgen

Als erstes brauchen wir einen Raspberry Pi. Klingt logisch. Es gibt momentan 2 Modelle auf dem Markt: Modell A & Modell B. Beide haben einen USB Slot, Komponenten Video Ausgang, HDMI Ausgang (unbedingt einen HD Fernseher ausprobieren!), einen Kopfhörerausgang sowie einen SD Kartenleser.

Das Modell A ist billiger, hat aber nur 1 USB Port und keinen Netzwerkausgang. Aus diesem Grund, empfehlen wir für Anfänger mit dem Modell B zu starten. Dies hat den Vorteil, dass man direkt Tastatur und Maus in die 2 USB Ports einstecken kann und eine Internetverbindung ist auch leicht zu installieren, dank Netzwerkkarte.

Fortgeschrittene Nutzer und solche die glauben es zu sein, können das Modell A mit einem Wifi USB Stick ausstatten und einen USB Hub einsetzen, um die Funktionalität des Modell B zu erreichen. Das Modell A hat gerade beim Stromverbrauch (1/3 weniger Verbrauch) Vorteile.

Strom anschliessen

Schritt 2: Verbinde das Stromkabel mit dem Micro USB Port

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Der Micro-USB Port auf dem Raspberry Pi verarbeitet 5V. Du kannst ein normales USB -Mirco USB Kabel verwenden um Strom vom Rechner oder der Steckdose zu bekommen.

Wir empfehlen einen 5 Volt Stecker mit ungefähr 1 Ampere Strom, anstatt einer Verbindung mit dem PC oder Notebook, da ein PC oder Notebook unter Umständen nicht genügend Strom für den Raspberry Pi und angeschlossenen Geräte bereitstellen kann. Sicher ist sicher.

Einzelne Nutzer betreiben den Raspberry Pi mit 2A bis zu 10A. Allerdings ist dies nicht zu empfehlen, da unter Umständen die eingebaute Sicherung rausfliegen, wenn du zuviel Strom auf deinen Raspberry Pi gibst.

Achtung: Bitte noch nicht an die Steckdose anschließen. Dies kommt in einem späteren Schritt.

Graphische Ausgabe

Schritt 3: Verbinde  den Raspberry Pi mittels einem RCA oder HDMI Kabel mit einem Fernseher

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Der Raspberry Pi hat den Vorteil, dass ein hochauflösender HDMI Ausgang vorhanden ist. (der gleiche wie bei vielen DVD & Blu-Rays Rekordern) und ein Komponentenausgang für kleinere Bildschirme. Dies bedeutet, dass nahezu fast alle heutigen Fernseher als Monitor genutzt werden können. Um den Raspberry Pi mit einem Fernseher, dies kann auch ein kleiner mobile Fernseher sein, zu verbinden kannst du ein handelsübliches HDMI Kabel verwenden.

Software

Schritt 4: Installiere Raspbian oder XBMC auf einer SD Karte

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Als erstes brauchen wir eine handelsübliche SD Karte. Darauf warden wir das Betriebssystem installieren.  Für den Raspberry Pi bestehen momentan 2 Betriebssytem Optionen: Raspbian oder XMBC.

Raspbian ist ein Betriebssytem, das  auf der Debian Version von Linux basiert und hat eine  einfache, fenster-basierte Nutzungsumgebung. XBMC ist ein Media Center orientierte Oberfläche, die es leicht macht, Musik und Filme vom USB Stick oder Internet abzuspielen. Hier werden wir uns erst mal mit Raspbian beschäftigen und später eine eigenes Kapitel hinzufügen, welches sich XBMC widmet.

Um Raspbian auf eine SD Karte zu bekommen sind einige Schritte notwendig, die wir aus Zeitgründen heute auslassen müssen. Wir arbeiten aber daran, dies so bald wie möglich nachzureichen.

Spezielle Raspbian SD Karten Versionen können von hier runtergeladen werden.

Nachdem du das Betriebssytem auf die SD Karte gespielt hast, kannst du mit Schritt 5 fortfahren.

Raspbian – Das erste Mal!

Schritt  5: SD Karte in den Raspberry PI stecken

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Nachdem du eine SD Karte mit dem Raspbian Abbild erstellt hast, stecke die SD Karte in den SD Kartenleser / -slot des Raspberry Pi.

Schritt 6: Steck das Stromkabel ein

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Nun ist es Zeit unseren kleinen Freund zu starten. Stecke das Stromkabel in die Steckdose, um den Raspberry Pi zu starten. Falls du bei irgendeiner Gelegenheit einen Neustart des Geräts brauchst, einfach das Stromkabel ziehen und wieder einstecken.  Später werden wir den Raspberry Pi mittels Console und ‘restart’ Befehl neu starten, dies ist doch der elegantere Weg. Zudem besteht so nicht die Gefahr, dass das SD Karten Abbild vom Betriebssystem beschädigt wird, was im schlimmsten Fall eine Neuinstallation bedeuten kann.

Schritt 7: Boot-Up Sequence überprüfen

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Nach dem Start erscheinen eine Menge Codezeilen, wie bei den bekannten Linux Systemen. Für Linux Nutzer dürfte dies nichts Neues sein. Für Linux Änfänger ist dies kein Grund zur Sorge. Einfach abwarten und die Boot Sequenz durchlaufen lassen. Der Boot-Vorgang ist abgeschlossen, wenn das System nach dem Nutzernamen fragt.

Schritt 8: Betriebssystem Login

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Nach dem Boot-Vorgang wirst du zunächst aufgefordert einen Nutzernamen einzugeben. Tippe ‘pi’ ohne Anführungszeichen und drücke Enter.

Als nächstes das Paßwort. Tippe ‘raspberry’, dann Enter. Das Paßwort kann später geändert werden.

Herzlichen Glückwunsch! Nun haben wir den Raspberry Pi am Laufen und sind eingeloggt.

Schritt 9: Die graphische Nutzeroberfläche starten

Momentan sind wir noch auf der Kommandozeile. Viele werden damit nicht unbedingt vertraut sein bzw. mag es verwirrend sein. Keine Angst. Mit dem Befehl ‘startx’ und Enter, startet eine graphische  Nutzeroberfläche, die für viele leichter zu nutzen sein wird als die Kommandozeile. Also ausprobieren: Tippe ‘startx’  und dann Enter.

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Nachdem die graphische Nutzeroberfläche gestartet wurde, kannst du mit Maus und Tastatur arbeiten, wie bei allen anderen gängigen Betriebssystemen.

Schritt 10: Weitere Schritte

Nachdem wir es bis hier geschafft haben, ist es an der Zeit einige andere Tutorials zu studieren oder ein paar Youtube Videos über Raspberry PIs anzusehen. Man kann aber auch Minecraft spielen, den MAKE arcade Emulator oder sogar Quake. Dies Alles ist mit dem Raspberry Pi möglich. Und das sind nur ein paar Beispiele.

Du kannst auch direkt anfangen deine eigene Hardware und Software mit dem Raspberry Pi zu entwickeln.  Dazu kann man den 26-PIN GPIO Port auf dem Raspberry Pi verwenden. Ein ‘break-out’ Board, um die einzelnen PINs von einer Steckplatine anzusprechen wird auch noch benötigt. Dies ist besonders interessant für alle Bastler und Ingenieure unter uns, und die, die es werden möchten.

Um den Raspberry Pi in seiner urspünglichen Platinen-Form zu schützen und für ein bisschen Design und Style, solltest du nach einem passenden und coolen Gehäuse suchen. Es lohnt sich. Es gibt eine Unmenge von passenden und erschwinglichen Gehäusen. Angefangen von klarem, durchsichtigen  Plexiglas bis zu aufwendigen Designgehäusen.